Wie man einkauft – und was im Hintergrund alles läuft
Der Dorla Gähwil wird als moderner Dorfladen mit Selbstbedienung und digitaler Infrastruktur betrieben. Ziel ist es, die Nahversorgung im Dorf auf einfache, zuverlässige und zeitgemässe Weise zu ermöglichen – mit regionalem Sortiment, autonomen Öffnungszeiten und einem Betrieb ohne Verkaufspersonal.
Wer den Dorla betritt, soll sich fühlen wie in jedem anderen Laden: einfach reingehen, einkaufen, bezahlen – fertig. Trotzdem steckt hinter dem Konzept einiges an Technik und Eigenentwicklung. In diesem Beitrag wird erklärt, wie der Einkauf im Dorla abläuft und was im Hintergrund für einen autonomen Betrieb notwendig ist.
Einkaufen wie im Supermarkt – einfach selbst
Der Ablauf ist bewusst schlicht gehalten: Laden betreten, Produkte auswählen, an den Selbstbedienungskassen bezahlen. Diese Kassenlösung wurde eigens für autonome Läden entwickelt: scango.ch.
Die Lösung ist so konzipiert, dass keine Interaktion mit Personal notwendig ist. Die Benutzeroberfläche ist einfach gehalten, der Ablauf schnell erlernbar. Die Technik stammt aus eigener Entwicklung und ist speziell auf kleine, unbemannte Standorte zugeschnitten.
Bezahlen
Im Dorla kann mit allen gängigen Karten sowie TWINT bezahlt werden. Auch Wertgutscheine sind einsetzbar. Barzahlung ist nicht möglich. Das hat sich bereits an anderen Standorten bewährt – unter anderem, weil es den Betrieb vereinfacht und die Wartungskosten senkt.
Und wenn etwas nicht klappt?
Der Dorla ist darauf ausgelegt, dass Störungen möglichst gar nicht erst entstehen. Sollte es dennoch zu einem Problem kommen – etwa beim Bezahlen – kann man sich über die üblichen Kontaktkanäle melden. Ein separates Hilfesystem im Laden ist nicht vorgesehen.
Zutritt & Technik: viel Eigenentwicklung
Auch im Bereich Zutrittskontrolle kommt eine eigene Technologie zum Einsatz. Vorerst ist diese nur beim alkoholischen Sortiment aktiv.
Die Kassenlösung scango.ch erlaubt auch kleineren Lieferbetrieben die Teilnahme – selbst wenn diese keine eigene Warenbewirtschaftung haben. So entsteht ein flexibles und regional abgestimmtes Sortiment.
Das ist ein Teil des sogenannten Dorla-Prinzips – mehr dazu folgt in einem separaten Beitrag.
Vertrauen ist gut – Auswertung auch
Um den Betrieb dauerhaft sicherzustellen, setzt der Dorla auf Videoüberwachung und eine automatisierte Auswertung mit KI. Das System erkennt Auffälligkeiten und erlaubt eine laufende Verbesserung von Abläufen.
Zusätzlich sorgt ein teilautomatisiertes Warenwirtschaftssystem dafür, dass Lieferantinnen und Lieferanten über Verkäufe informiert werden – und so rechtzeitig nachliefern können.
Der Dorla soll einfach funktionieren – für die Kundschaft, für die Region und für alle Beteiligten im Hintergrund.